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Über den richtigen Anbau im Hausgarten Kreisverband:
Dreitätiger Grundkurs für Gartenpfleger und Baumwarte Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Nördlingen führte an drei Samstagen wieder einen Grundkurs für Gartenpfleger und Baumwarte durch.
34 Neulinge und auch bereits in überörtlichen Kursten ausgebildete Männer und Frauen nahmen am “ Obstanbau im Hausgarften” teil. Kreisverbandsvorsitzender Helmut Guckert eröffnete die insgesamt 21 Stunden
umfassende Ausbildung, die Kreisfachberater Georg Diethei leitete und durch- führte. Die Auswahl der Obstsorten und er Baumform, entsprechend den Er-
fordernissen und den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, seien die ersten Kriterien, so Diethei.
Gleichgewicht erhalten Wie diese in der Jugendphase erzogen, in der
Ertragsphase im physiologischen Gleichgewicht erhalten und in der Altersphase verjüngt und regeneriert werden, zeigte er im theoretischen Unterricht auf. Ganz anders als die großen, freitragenden Kronen der stark wachsenden
Obstbäume seien die schwach und sehr schwach wachsenden Gehölze der Spindelbüsche und Allerina-Bäumchen zu behandeln. Der “Zapfenschnitt” sorge bei dieser Gehölzform für die ständige Neubildung junger Fruchttriebe im
dreijährigen Rhythmus, Richtige Bodenpflege und ausgewogene Pflanzenernährung waren die ergänzenden Inhalte am ersten Ausbildungstag. Wie leckere Beerenfrüchte von gängigen und selterneres Arten und Sorten ge-
wonnen werden können, erfuhren die Teilnehmer am zweiten Tag. Verschied- ene Anbautechniken und Erziehungsformen bei den Beeren sowie Spaliere und Rankhilfen für Weinreben waren das Thema.
Wie eine erwartete reiche Ernte vor unliebsamen Krankheiten und Schädlingen durch notwenige Vorsorge- und aktive Schutzmaßnahmen bewahrt werden könne, behandelte der Kurs auf der Basis des gesetzlich gebotenen “Inte-
frierten Pflanzenschutzes”. Dass dieser nur dann erfolgreich sein kann, wenn drohende Schadeinwirkungen frühzeitig erkannt werden, machte Diethei an- hand von Jahreskreisläufen der wichtigsten Krankheiten und Schaderreger
bildhaft. Jeweils am Nachmittag praktizierte man den Schnitt an Obstbäumen und Weinreben. Trotz teilweise ungemütlicher Witterungsverhältnisse hielten alle Teilnehmer jeweils bis zum Schluss durch.
Dorfverschönerung
Die wesentlichen Elemente der Dorfverschönerung im öffentlichen und privaten Bereich vermittelte der dritte Tag. Dass zur Verbesserung des dörflichen Lebens
mehr gehöre als Blumenschmuck, war den Teilnehmern bekannt. Mit umfassen- dem Bürgerengagement im Dorf würden auch schwierige Bereichte in Zu- sammenarbeit mit der Gemeinde und den privaten Eigentümern wesentlich ver-
bessert, so Diethei. Straßen, Plätze und Grünflächen müssten zu einem Er- lebnisraum werden, damit sich der Mensch wohl und geborgen fühle.
Bäume im öffentlichen Grün
Alternde und kranke Bäume auf öffentlichem und privatem Grund seien oft- mals unerkannt eine Gefahr für Verkehrsteilnhemer in der Gemeinde. Bruno
Erhart als professioneller Baumpfleger zeigte in seinem Vortrag die rechtlichen Belange der Verkehrssicherungspflicht und er notwendigen und gebotenen
Baumkontrolle auf. Er nahm die Kursteilnehmer mit in die biologischen Ge- heimnisse großer Bäume, zeigte wichtige Gefahrenquellen in deren Statik und
die Möglichktein, diese zu verhindern. In der Praxis zeigte er einen Resisto- graphen im Einsatz, um die Restwandstärke eines Baumes und dessen Stand- festigkeit zu berechnen.
Am Ende des Lehrganges konnte Georg Diethei allen Teilnehmern den “Gartenpfleger-Ausweis” ausstellen, nicht ohne den Hinweis und die Bitte auf besonnenes und erfolgreiches Wirken in der heimatlichen Gemeinde und im
Verein.
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