Kreisverband
Gartenbau und Landespflege
Noerdlingen

Pressemitteilung

Ein volles Haus konnte stellvertretender Kreisvorbandsvorsitzender Klaus Vaas bei der letzen Fortbildung
der Gartenpfleger des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Nördlingen im Nördlingern Amt für Landwirtschaft und Forsten begrüßen.

Gärtnermeister Willy Enßlin von der gleichnamigen Baumschule in Nördlingen war als Referent zu dieser Fortbildung mit dem Thema “Kern- und Steinobst im Hausgarten” eingeladen.

In einem sehr gestrafften Vortrag behandelte der Referent die Vor- und Nachteile der derzeit aktuellen
Sorten bie Apfel, Birne, Süß- und Sauerkirsche, Zwetschge, Mirabelle, Reneclode, Pfirisch und Aprikose.
Den größten Raum nahmen naturgemäß die Äpfel ein, die er in schorfresistente und in weniger
schorfresistente Sorten unterteilte. An erster Stelle seien auch hier die Re-Sorten zu nennen: Retina,
Rebella, Resi und Rewene wären die wichtigsten aus dieser Gruppe. Der in den letzten 10 Jahren zum
Star avancierte Topas dürfte dabei natürlich nicht fehlen. Gerlinde und Florina runden diese Gruppe ab.

Ältere Apfelsorten, die auch als Streuobstsorten geeignet und relativ robust und geschmacklich gut seien,
wären Brettacher, Goldparmäne, Jakob Fischer, Kaiser Wilhelm und Schöner von Boskop.

Die Klassiker bei den Birnensorten wären nach wie vor: Wiliams Christ, Harrow Swett, Conco, Concorde
und Alexander Lukas.

Zu den Süßkirschen ergab sich bereits bei der Vorstellung eine intensive Diskussion über die in den
letzten Jahren so stark zunehmende Kirschfruchtfliege. Um madige Kirschen zu vermeiden, empfiehlt auch
Willy Enßlin den Anbau frühblühender Sorten wie Burlat, Sylvia, Cordia und Regina auf schwach
waschenen Unterlagen.

Die Sauerkirschen würden vor allemn von der Monilia Spitzendürre befallen. Eine resistente Sorte, die
davon bisher völlig frei wäre, sei bei uns Morina. Relativ widerstandsfähig wäre auch Safir.

In einer sehr ausführlichen und intensiven Diskussion führte Kreisfachberater Georg Diethei die Inhalte
dieses Vortrages, mit den bisher erfolgten Ausbildungsinhalten wie Pflanzenschutz und Obstanbau im Hausgarten in diesem Winter und Frühjahr, zusammen.

Kreisverbandsvorsitzender Helmut Guckert beendete den Abend mit einem herzlichen Dank an den
Referenten und schloss offiziell diesen Aubildungsabschnitt für die Gartenpfleger und Baumwarte ab.

 

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