|
Der Juniriss
ist ab Monatsbeginn üblich, solange die Triebe an der Basis noch nicht verholzt sind. Sie entstehen häufig an größeren Schnittstellen, an belichteten Oberseiten der Äste oder an Umveredelungen und werden
gemeinhin als “Wasserschosse” bezeichnet, die große Mengen von Saft und Nährstoffen zu Lasten anderer Kronenteile entziehen. Typisch ist in der Regel der senkrechte Wuchs nach oben. Sie sind außerdem bevorzugte
Befallsstellen für Blatt- und Blutläuse. Man reißt sie mit kurzem Ruck samt den “Schlafenden” Augen an der Basis ab. Der Wundverschluss erfolgt schnell. Gleichzeitig wird das Längenwachstum des Baumes gebremst, die Be-
lichtung im Bauminnern gefördert und die Bildung neuer Blütenknospen angeregt.
Laubtriebe waagrecht stellen.
Auch eine gewisse Schräglage hemmt schon die Wuchskraft, zugunsten besserer Blütenanlagen für das nächste Jahr. Eine Biegung deutlich unter die Waagrechte ist jedoch zu ver-
meiden, Zahlreiche Bindeschnüre im Baum werden meist als störend empfunden, deswegen befestigt man besser Gewichte (Betonklötzchen, Steinsäcken) an den Trieben oder benutzt die handelsüblichen Triebhalter.
|