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Botanischer Streifzug durch Südafrika
Gartenpfleger auf Powerpoint - Exkursion in Südarfrika
Zur ersten Fortbildung der Gartenpfleger und Baumwarte im neuen Jahr
konnte Kreisverbandsvorsitzender Helmut Guckert trotz winterlicher Straßen- verhältnisse zahlreiche Gartenpfleger und Baumwarte in der Klosterschenke in Maihingen begrüßen.
Gärtnermeister und Kreisfachberater Manfred Herian berichtete in seinem Vortrag von seinen beiden jeweils mehrwöchigen Eskursionen nach Süd- afrika. Nach einigen geographischen, gesellschaftlichen und volkswirt-
schaftlichen Hinweisen zum Land zeigte er in seinem botanischen Streifzug viele bekannte und auch einige unbekannte Pflanzengesichter. Seine Reise führte von Johnnisburg über die Tafelberge bis nach Namibia und Lesotho.
Wegen der unterschiedlichen Höhenlagen und der starken klimatischen Gegensätze zwischen der Atlantikküste und der Region am Indischen Ozean beherberge Südafrika eine Pflanzenvielfalt, wie sie sonst kaum auf der Erde
anzutreffen sei. Laut Manfred Herian kämen etwa 80 % unserer Balkon-, Topf- und Kübel- pflanzen ursprünglich aus Südafrika. Meist wachsen diese dort sogar als Sträucher. Als kleiner Auszug davon seien hier nur
stichpunktartig angeführt die Geranien, Fackellilien, Eriken, Clivien, Agapanthus, Thunbergia, Stroh- blumen, Gladiolen, Gerbera, Kap-Fuchsie und auch die Aloe. Viele Pflanzen, so
Manfred Herian, würden aber die Umstellung vom südafrikanischen Sommer in den lmitteleuropäischen Winter oder auch umgekehrt nicht vertragen.
Mit beeindruckenden Bildern von herrlichen und auch wildromantischen Land-
schaften sowie von der farbenprächtigen Pflanzen- und Tierwelt untermalte Manfred Herian seinen Reisebericht.
Fortbildung Gartenpfleger 2010
Kreisfachberater Georg Diethei informierte die Gartenpfleger über das dies- jährige Fortbildungsprogramm, die Aktionen und Wettbewerbe. Darüber hin- aus ermahnte er die Gartenpfleger zur verstärkten Aufmerksamkeit bei den
sich weiter ausbreitenden invasiven Neophyten wie Ambrosia, Datura und Heracleum. Auch das heimisch und bisher nicht standortgerechte Jakobs-
kreuzkraut, das vor allem für Pferde sehr giftig sei, verbreite sich offensichtlich in unserem Kreis auch auf Nutzflächen vermehrt.
Immer öfter: Eichenprozessionsspinner
Sehr eindringlich bat Georg Diethei um Aufmerksamkeit und Beobachtung des sehr gefährlichen Eichenprozessionsspinners. Er zeigte die derzeitige Ver-
breitung sowie den Verbreitungstrend auf, wies auf die gesundheitlichen Ge- fährdungen hin und erläuterte den Entwicklungsprozess des Schädlings. Die möglichen Bekämpfungs- bzw. Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit der Ent-
wicklung des Insekts im Jahreslauf, wurden an einem Schaubild aufgezeigt und deutlich gemacht. Bei der Abwägung der jeweils zu treffenden Bekämpfungs- und Schutzmaß-
nahmen komme es laut Georg Diethei vor allem auf den jeweiligen Standort und die dort mögliche Gefährdung der Menschen an. Hätten Abwehrmaßnahmen Innerorts an stark frequentierten Orten höchste
Priorität, könne die Gefährdung draußen in freier Landschaft, im oder am Wald weitgehend toleriert werden. Mit Ausnahme natürlich der Personen, die dort in Ausübung ihrer Arbeit mit dem Schädling in Kontakt treten müssen.
Nach lebhafter Diskussion schloss Georg Diethei die Versammlung mit bestem Dank an den Referenten des Abends und die Teilnehmer, die trotz winterlichen Straßenverhältnisse den Weg nach Maihingen nicht gescheut haben.
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